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                                    Maschinelle Vortriebsarbeiten am Fildertunnel erfolgreich abgeschlossen

                                    03.09.2019

                                    Am 29.08.2019 konnte die letzte von insgesamt vier Schildfahrten am Fildertunnel durchgeschlagen werden. Insgesamt wurden 7.376 Tübbingringe (51.632 Tübbingsegmente) verbaut und ca. 1,4 Mio. m³ Boden ausgebrochen sowie abtransportiert.

                                    Der Fildertunnel ist Teil des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm – besser bekannt auch als Teilprojekt von Stuttgart 21. Er verbindet den zukünftigen unterirdischen Stuttgarter Hauptbahnhof mit der Filderebene, von wo aus die Strecke weiter nach Ulm geführt wird. Mit einer Länge von ca. 9,5 km ist der Fildertunnel der längste Tunnel des Projektes Stuttgart-Ulm und nach seiner Fertigstellung der längste zweiröhrige Eisenbahntunnel Deutschlands.

                                    Swietelsky Tunnelbau ist in einer Arbeitsgemeinschaft mit der Durchführung der Rohbauarbeiten zum Bau des Fildertunnels beauftragt. Der wesentliche Anteil der aufzufahrenden Tunnelstrecke ist hierbei mittels Maschinenvortrieb (ø TVM = 10,82 m) mit einschaligem Tübbingausbau herzustellen. Aufgrund der komplexen geologischen und projektspezifischen Randbedingungen setzt sich der gesamte maschinelle Vortrieb aus 4 einzelnen Schildfahrten zusammen. Dazwischen waren jeweils umfangreiche Arbeiten an der TVM durchzuführen.

                                    So musste die TVM nach der 1. Schildfahrt im Tunnel demontiert, ans Portal zurücktransportiert und dort für die zweite Schildfahrt der anderen Röhre wieder vollständig montiert und in Betrieb genommen werden. Nach Abschluss der zweiten Schildfahrt erfolgte zum einen der Umbau der TVM von einer EPB-Maschine auf eine offene Schildmaschine und zum anderen der Durchzug der TVM durch den vorab hergestellten konventionellen Abschnitt des mittleren Fildertunnels mit einer Länge von etwa 1.180 m. Vor dem Beginn der vierten Schildfahrt musste die TVM unmittelbar nach Abschluss der dritten Schildfahrt unterirdisch gewendet werden. Dieser sogenannte Wendevorgang erfolgte in einer hierfür eigens hergestellten Wendekaverne (https://www.youtube.com/watch?v=Z2il-82eZYM).

                                    Nachdem der maschinelle Vortrieb nach umfangreichen Vorarbeiten am 27. November 2014 mit der ersten Schildfahrt zum Fildertunnel begonnen wurde, konnten die maschinellen Vortriebsarbeiten nun nach 57 Monaten Bauzeit, mit dem letzten TVM-Durchschlag am Projekt, abgeschlossen werden. Insgesamt wurden im Zuge der 4 Schildfahrten 7.376 Tübbingringe (51.632 Tübbingsegmente) mit einer Stärke von 45 bzw. 60 cm und einer Länge von 2,0 m verbaut. Gleichzeitig wurden ca. 1,4 Mio. m³ Boden ausgebrochen und abtransportiert. Eine besondere Herausforderung an die maschinellen Vortriebsarbeiten und das Baustellenteam stellte hierbei die zu bewältigende Logistik dar. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse an der Baustelleneinrichtungsfläche, mussten sowohl die Tübbingsegmente als auch das anfallende Ausbruchsmaterial just in Time an- bzw. abtransportiert werden, um die Leistung der TVM sicherzustellen.