„Brückenschluss“ für den ersten neuen A 7 Bypass über die Donau

21.06.2019

Der letzte Stahlteil für die „oberstromige“ Zusatzbrücke neben der Voestbrücke wurde spektakulär eingehoben. Das Team der SWIETELSKY-Filiale Ingenieurtiefbau rund um Projektleiter Arnold Ritter liegt voll im Zeitplan.

Am 21. Juni wurde die bislang größte technische Herausforderung beim Bau der neuen Zusatzbrücken für die Vöestbrücke an der Linzer A 7 erfolgreich abgeschlossen. Im Beisein von SWIETELSKY-Geschäftsführer Dipl.-Ing. Karl Weidlinger sowie hochrangigen Vertretern von Land Oberösterreich, Stadt Linz und Bauherr ASFINAG erfolgte der sogenannte „Brückenschluss“ für die stromaufwärts gelegene, neue Bypassbrücke West. Dafür wurde der letzte von drei mächtigen Stahlbauteilen, jeder mit rund 100 Metern Länge und bis zu 1.500 Tonnen Gewicht, nach dem Einschwimmen zu den bereits montierten Brückenteilen hochgezogen.

Dank eines rasanten Baufortschritts liegt das Projekt für mehr Kapazität und weniger Stau bei der Donauquerung der Mühlkreis Autobahn voll im Zeitplan. Ende 2019 ist dann der zweite Brückenschluss geplant. Nach Arbeiten an den Fahrbahnen und den 16 weiteren Brücken links und rechts der Donau erfolgt Mitte 2020 die Verkehrsfreigabe der auf acht Spuren ausgebauten Vöestbrücke.

„Aktuell läuft die Linzer Brückenoffensive auf Hochtouren. Der heutige Brückenschluss des West-Bypasses ist sozusagen die glückliche Geburt des ersten Zwillings der zukünftigen Brückenfamilie. Von der Verkehrsentflechtung und besseren Anbindungen werden zukünftig zahlreiche Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher profitieren“, freut sich Landesrat für Infrastruktur Günther Steinkellner.

Klaus Luger, Bürgermeister der Stadt Linz: „Wenn wir auch künftig mehr Arbeitsplätze als Einwohner zählen wollen, ist ein zukunftsorientierter Ausbau des Verkehrsnetzes im Zentralraum ausschlaggebend. Projekte dieser Größenordnung gelten als Schlüsselelement für die Wettbewerbsfähigkeit einer Stadt.“

„Linz steht aktuell und in den kommenden Jahren im Fokus unserer Infrastruktur-Investitionen. Die Erweiterung der Voestbrücke, die täglich von 100.000 Lenkerinnen und Lenkern benutzt wird, ist dabei eines der wichtigsten Autobahn-Projekte in ganz Österreich“, so Andreas Fromm und Alexander Walcher, Geschäftsführer der ASFINAG Bau Management GmbH.

Ausbau der Voestbrücke

Anfang 2018 haben die Bauarbeiten zur Erweiterung der Voestbrücke begonnen. Und bereits ab Mitte 2020 stehen für täglich 100.000 Lenkerinnen und Lenker zusätzlich vier Fahrspuren zur Verfügung – jeweils zwei links und rechts der Hauptbrücke. Letztere bleibt mit Fertigstellung der Bypässe dem Durchzugsverkehr in Richtung Mühlviertel bzw. A 1 West Autobahn vorbehalten. Lenkerinnen und Lenker, die im Bereich der Donau auf- oder abfahren, tun das künftig über die beiden neuen Zusatzbrücken. Die aktuell größte Stauursache, konkret das mühsame Einordnen und Spurwechseln, fällt dann auf der Hauptbrücke weg. Die zwei Zusatzbrücken sind mit einer Investitionssumme von rund 180 Millionen Euro eines der größten laufenden Bauvorhaben der ASFINAG. Jeder Strompfeiler steht auf 25 Pfählen, die 14 Meter in den Boden unter der Donau reichen. Insgesamt 720 Pfähle aus Beton und Eisen, mit teilweise mehr als 30 Metern Länge, wurden in den Boden eingebracht. Jetzt wird dort das enorme Gewicht der Bauteile abgetragen. 7.800 Tonnen Stahl verbaut die ASFINAG übrigens für die neuen Brücken. Im Vergleich dazu: Der Eiffelturm in Paris besteht aus 7.300 Tonnen Stahl. Während der Bauzeit werden auch 16 weitere Brücken (Rampen für Auf- und Abfahrten) adaptiert oder neu errichtet. Ab Mitte 2020 führen insgesamt acht Fahrspuren über die Donau.