Swietelsky baut Giraffenpark

30.08.2017

Nach zweieinhalb Jahren Bauzeit wurde der Giraffenpark im Schönbrunner Zoo nun durch Vizekanler Reinhold Mitterlehner und Tiergartendirektorin Dagmar Schratter eröffnet.

Das Projekt

Das Projekt Tiergarten Schönbrunn beinhaltete die Renovierung des 1828 gebauten Giraffenhauses. Bei der Renovierung wurde stets auf die Beibehaltung der denkmalgeschützten Architektur geachtet, ohne auf die Erfordernisse, welche für die moderne Tierhaltung erforderlich sind, zu verzichten. Die Bauarbeiten umfassten sowohl das Befreien des Gebäudes von vergangenen Zubauten und somit die Restaurierung in seine ursprüngliche Form sowie auch den Bau eines angeschlossenen Wintergartens.

Details zum Projekt

Die Bauarbeiten rund um das historische Giraffenhaus dauerten insgesamt zweieinhalb Jahre. Der neue lichtdurchflutete Wintergarten bietet den Giraffen eine 440m² große Innenanlage und somit eine Fläche, welche dreimal größer als die frühere Anlage ist. Das Dach des Hauses wird von einer stilisierten Schirmakazie getragen, ein Baum der oft im Lebensraum von Giraffen zu finden ist.

Die Besuchergalerie wurde barrierefrei konzipiert und ist somit sowohl mit einer Stiege als auch mit einem Aufzug erreichbar. Von der Galerie aus können begeisterte Zuschauer in die Innenanlage des Giraffenhauses einsehen. Das Haus ist zusätzlich von einer 1770 m² großen Außenanlage umgeben, wo die Giraffen Wiesenbereiche, eine Wasserstelle, Sandplätze zum Ruhen und diverse Futterstellen finden können.

Neben der Tierfreundlichkeit der Anlage wurde insbesondere darauf geachtet, die Anlage umweltfreundlicher zu gestalten. Somit wurde der Wintergarten mit einer 237m² großen Photovoltaikanlage, die pro Jahr rund 18.000kWh Strom erzeugt, versehen. Damit kann der gesamte Stromverbrauch der Anlage nachhaltig selbst produziert werden. Des Weiteren wurde unter dem Wintergarten ein 60 m³ großer Schotterspeicher mit 120 Tonnen Schotter befüllt. Der Schotter speichert die Hitze des Tages und wandelt sie in der Nacht in Wärme um. Diese zwei umweltfreundlichen Technologien verhalfen dem Giraffenpark im Jahr 2016 mit dem Umweltpreis der Stadt Wien ausgezeichnet zu werden.

Besonderheiten des Projekts

Zu den ersten Bewohnerinnen des renovierten Giraffenparks gehören Sofie und Fleur aus Rotterdam. Beide sind noch „Teenager“ mit einer Größe von etwa 3,5m und wurden dem Zoo im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) zugeteilt. Die Giraffen gehören, wie ihre Vorgänger, zu den Netzgiraffen, welche im Nordosten Kenias auffindbar sind.

Die „alteingesessenen Schönbrunner Giraffen“ wurden während der Bauarbeiten in ein Ausweichquartier neben dem Zoo untergebracht. Wegen des hohen Alters (24 Jahre alt) des Bullen Kimbar, der gleichzeitig auch das zweitälteste Männchen in Europa ist, werden die Tiere dank der Zustimmung des Verteidigungsministeriums und der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt für Gartenbau Schönbrunn nicht mehr in den Zoo zurückkehren. Damit den Giraffen kein weiterer Umzug zugemutet werden muss, bleibt Kimbar stattdessen mit seinen vertrauten Weibchen Rita und Carla im Quartier.

Anlässlich des Spatenstichs wurde auch ein Guinness Weltrekord aufgestellt. Mit Hilfe von Giraffenfans aus aller Welt wurde der Weltrekord der meisten Origami-Giraffen aufgestellt. 18.490 Giraffen wurden gefaltet und werden im Giraffenpark ausgestellt.

Mehr Informationen zum neuen Giraffenhaus erhalten Sie HIER im Pressebericht.